Ökumenischer Arbeitskreis aktiv
Der Ökumenische Arbeitskreis lädt zu den nächsten Friedensgebeten ein:
- am Mittwoch, 15. April.2026, um 18 Uhr im evangelischen Gemeindehaus auf der Frankenhöhe. Im Blick sind Kinder und Familien im Krieg. Wir berichten über Trennungen, Fluchterfahrungen, Kindersoldaten, und singen und beten für den Frieden.
- am Mittwoch, 15. Juli 2026, um 18 Uhr in St. Pankratius, Marienkapelle
- am Mittwoch,14. Oktober 2026, um 18 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum in der Lion-Feuchtwanger-Straße
RÜCKBLICK:
Am 14. Januar 2026 beschäftigte sich der Ökumenische Arbeitskreis im Friedensgebet mit der Kriegstüchtigkeit Deutschlands. Von der Gründung der Bundeswehr, dem Widerstand dagegen, über die Entwicklung nach dem Ende des „Kalten Krieges“ über die aktuelle Bedrohungslage wurde berichtet und auf einer großen Landkarte aufgezeigt, in welchen Auslandseinsätzen sich die Bundeswehr aktuell befindet.
Die Bundeswehr wirbt um neue Rekruten mit dem Slogan: „Wir schützen Deutschland“. Die Gäste diskutierten miteinander, was die Soldaten der deutschen Bundeswehr schützen, wofür sie ihr Leben einsetzen. Genannt wurden die deutschen Werte, die Demokratie, die Handelswege, der Luftraum, die Bewahrung der Außengrenzen, die Gesundheit der Bevölkerung, der Schutz vor Cyberangriffen und vieles mehr.
Abschließend wurde gemeinsam das Gebet eines Soldaten gesprochen, der darum bat, dass wir nicht resignieren und nicht hinnehmen, wenn Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Gott lasse uns tätig werden für den Frieden auf Erden und gebe, dass wir das Notwendige und Mögliche tun. Er bewahre uns vor sinnlosem Blutvergießen und gebe den Soldaten Vorgesetzte, die aus der Verantwortung vor Gott befehlen und handeln. Unseren Politikerinnen und Politikern gebe er Weisheit, Geschick und Geduld, dass sie die Soldatinnen und Soldaten nicht missbrauchen, sondern dass die militärische Macht in ihren Händen dazu dient, den Frieden vorzubereiten. Gott schaffe Bereitschaft zu Gespräch, Verhandlung und Versöhnung.
Noch am Abend des Friedensgebetes erfuhr das Vorbereitungsteam des Abends, dass 15 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr zu einer Erkundungsmission europäischer Nato-Staaten nach Grönland entsandt wurden.

Spiritualität des Augenblicks – ein jesuanisches Prinzip
Am 29. Oktober 2025 lud der Ökumenische Arbeitskreis zu einem gut besuchten Abend unter obigem Thema ein. Als Referent konnte Bernhard Brantzen gewonnen werden, der zunächst in der religiösen Jugendarbeit im Jugendhaus Don Bosco des Bistums Mainz tätig war, dann lange Jahre Diözesan-Caritas-Direktor in Magdeburg und seit 1989 Diakon in der Klinikseelsorge. Bernhard Brantzen ist zwischenzeitlich im Ruhestand, aber noch als geistlicher Begleiter oder Supervisor im Einsatz. Zuhören können, Lösungen erarbeiten und Unterstützung bei der Bewältigung von Problemen bieten gehört dazu.
Anhand Lukas Kapitel 18, Vers 35 bis 43 wurde das Thema entwickelt. Ausgehend vom Kreuz mit Kreuzesbalken über Wegekreuze zu Kreuzungen, die Begegnungen möglich machen. Die Begegnung mit Gott und die Begegnung der Menschen standen im Mittelpunkt des Abends. Ehrliches Interesse, Teilhabe und Gemeinschaft kennzeichnen das Prinzip Jesu: Da zu sein, Begegnung mitten im Leben zuzulassen.
Gemeinsam überlegten die Gäste, wo ihre „Tore von Jericho“, also ihre Orte der Begegnung sind. Ob im Café, beim Einkauf, am Urlaubsort oder in der Nachbarschaft, an jedem zufälligen Ort der pluralen und mobilen Welt entsteht Begegnung. Dabei kann in der Familie, im Freundeskreis, am Arbeitsplatz, im Sozialkreis etc. gewirkt werden. Dort, wo Menschen sich aufeinander einlassen, geschieht Kirche. Den Augenblick der Begegnung nutzen, die Liebe Gottes weiterzugeben – damit entsteht etwas Neues, Weiterführendes, Heilendes in den Menschen.
Dieser Perspektivenwechsel (weg von einer Bewertung von Gesellschaft und Welt aus einem engen, binnengemeindlichen Denken, hin zu Veränderungen im Denken und Planen im Blick auf den Menschen und dessen Lebensrealitäten) war sehr anregend, so dass sich eine intensive Diskussion anschloss.
Rückblick auf den ökumenischen offenen Adventskalender 2025:
Auch im Jahr 2025 öffneten verschiedene Höfe für den Offenen Adventskalender in Hechtsheim. Zwischen 45 und 90 Personen nahmen das Angebot gerne an, gemeinsam im Advent innezuhalten, zu beten und zu singen.
Den Auftakt machte die Katholische Jungend am 26.November 2025. Eine Kerze auf dem Boden, gebildet aus vielen Teelichtern, empfing die rund 45 Gäste, im Hof wärmte eine Feuerschale. Zumeist Jugendliche waren gekommen und stellten sich der Umfrage, was man sich persönlich für den Advent wünscht. Die auf Zetteln notierten Wünsche wurden ins offene Feuer geworfen, bevor ein Segen von Pastoralreferentin Alexandra Haustein den Abend abrundete.
Am 3. Dezember 2025 gestalteten Kleine Kirche und Kita St. Franziska die nächste Ausgabe des Adventskalenders direkt am großen Weihnachtsbaum auf dem Sonnenhof. 90 Personen, diesmal viele Bewohner des Seniorenheims, lauschten der wunderschön gespielten Geschichte über einen aus dem Himmel gefallenen Engel. Auf dem Sonnenhof wurde das gemeinsame Singen durch Flöten- und Gitarrenspiel begleitet, bevor es Punsch, Glühwein und Lebkuchen gab.
Leider war der Offene Adventskalender im Hof der Buchhandlung Ruthmann am 10. Dezember 2025 total verregnet. Dennoch kamen rund 50 Erwachsene und 20 Kinder, um einer Geschichte zu lauschen und Lieder und Lichtertanz der Kinder der evangelischen Kita zu genießen. Trotz Dauerregen gab es im Anschluss gute Gespräche bei Tee und Punsch und auch einige Plätzchen wurden erworben.
Der Abschluss der Reihe wurde am 17.Dezember 2025 von der Kita St. Pankratius gestaltet. Im Hof von Lotti Veith-Hesse lauschten rund 45 Erwachsene und 25 Kinder einer Geschichte rund um das Licht. Diverse Lieder von Rolf Zuckowski wurden von Jung und Alt lautstark mitgesungen. Die Kita hatte den Hof wunderschön mit Kerzen und Teelichtern ausgestattet, so dass alle Kinder ein Teelicht mit nach Hause nehmen konnten.
Jeder Abend war auf seine Art und Weise wunderschön. An dieser Stelle ein großer Dank an alle Vorbereitungsteams, die sich viel Mühe gemacht haben. Der Ökumenische Arbeitskreis freut sich, auch in diesem Jahr wieder einen Adventskalender zu organisieren.
(Texte und Fotos: Annette Meschkat)