Ein herausragendes Symbol der Ökumene ist die handgeschriebene „Hechtsheimer Bibel“, die aus Anlass des von den Kirchen ausgerufenen „Jahres mit der Bibel 1992“ von 820 evangelischen und katholischen Christen abgeschrieben wurde. Die Idee für die „Ökumenische Bibel Hechtsheim“ – denn sie gehört beiden Kirchengemeinden – stammt vom evangelischen Pfr. Dr. Dietrich, der anlässlich des ökumenischen Neujahrsempfang am 5. Januar 1992 die teils skeptischen, teils freudig bewegten Gäste damit überraschte und die Absicht äußerte, die gemeinsame Aktion bis zum Buß- und Bettag des gleichen Jahres abgeschlossen zu sehen.
Die 12 kg schwere Bibel, von dem Hechtsheimer Buchbinder Günther Orth im Format DIN A 3 gebunden und von dem ebenfalls seinerzeit noch in Hechtsheim wohnenden Künstler Karlheinz Oswald durch ein Bronzekruzifix kunstvoll gestaltet, wurde am Vorabend von Buß- und Bettag der Öffentlichkeit vorgestellt.
Der Künstler Karlheinz Oswald schuf einen bronzenen Bibelständer (Ambo) und wählte dafür in Anlehnung an das Bibelwort aus dem Johannes-Evangelium, Kap. 15.5 - „Ich bin der Weinstock, Ihr seid die Reben“ – das Motiv des Weinstocks, das diesem Hechtsheimer „Jahrhundertwerk“ seinen passenden Rahmen gibt.
Jährlich abwechselnd wird die Bibel in einem feierlichen Gottesdienst zum Sommerfest der jeweiligen Nachbargemeinde übergeben.